Gerade hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung spielt ein strukturiertes Vorgehen eine tragende Rolle. Erfahren Sie in diesem Beitrag der OMF mehr darüber!

SEO für internationale Marken: Das sind die Do's und Don'ts

SEO

Der Aufbau einer konsistenten Markenerfahrung über mehrere Kontinente hinweg und für Zielgruppen, die verschiedene Sprachen sprechen, ist keine leichte Aufgabe und kann sehr zeitaufwendig sein. Umso wichtiger ist es, den jeweiligen Arbeitsaufwand nicht an unnötige Tasks zu verschwenden!

Es empfiehlt sich diesbezüglich also eine Liste von "Do's and Don'ts" zu erstellen, die Ihnen bei der Internationalisierung helfen. Gerade hinsichtlich SEO spielt ein strukturiertes Vorgehen eine tragende Rolle. Erfahren Sie in diesem Beitrag der OMF mehr!

Führen Sie eine sprachspezifische Keyword-Recherche durch

Die direkte Übersetzung eines Keywords ist nicht unbedingt das, wonach Benutzer in dieser Sprache auch suchen. Anstatt die Übersetzung einfach für bare Münze zu nehmen, sollten Sie viel eher einen Blick auf Ihre Optionen im Google Keyword Planner werfen. Dort erkennen Sie, ob es andere Ausdrücke oder Synonyme gibt, die bzgl. SEO besser passen.

Verzichten Sie auf automatische Übersetzungen

Die automatische Übersetzung kann, was die Benutzerfreundlichkeit betrifft, besser als gar keine Übersetzung sein. Dennoch sollten die User in diesem Fall davor gewarnt werden, dass die Übersetzung möglicherweise nicht vollkommen zuverlässig ist.

Ausserdem gilt es, automatisch übersetzte Seiten in der robots.txt-Datei zu blockieren. Denn solche Übersetzungen sehen für Algorithmen wie etwa den Google-Panda typischerweise wie Spam aus und können allgemeine SEO-Bemühungen  Ihrer Website beeinträchtigen.

Verwenden Sie verschiedene URLs für verschiedene Sprachen

Um sicherzustellen, dass Google alternative Sprachversionen jeder Seite indiziert, müssen Sie gewährleisten, dass sich diese Seiten bzgl. URLs unterscheiden.

Vermeiden Sie die Verwendung von Browsereinstellungen und Cookies, um in der URL aufgeführte Inhalte in andere Sprachen abzuändern. Dies führt lediglich zu Verwirrung.

Da sich die Crawler von Google typischerweise in den Vereinigten Staaten befinden, können sie in der Regel nur auf die US-Version des Inhalts zugreifen. Dies bedeutet, dass Content in einer anderen Sprache nicht indiziert wird.

Wir empfehlen Ihnen im Rahmen von SEO dringend, eine vorgefertigte E-Commerce-Plattform wie Shopify Plus oder Polylang für WordPress zu verwenden. So stellen Sie sicher, dass Ihre Methode zur Generierung internationaler URLs konsistent und systematisch ist.

Vorsicht bei kanonischen Tags

Kanonische Tags sollen Suchmaschinen mitteilen, dass zwei oder mehr URLs die gleiche Seite darstellen. Dies bedeutet nicht immer, dass der Inhalt identisch ist. Denn der Content kann auch Seitenwechsel darstellen, bei denen der Inhalt unterschiedlich sortiert wurde oder die thematischen Darstellungen unterschiedlich aufbereitet sind.

Alternative Sprachversionen einer Seite bilden jedoch nicht dieselbe Seite. Ein Benutzer, welcher nach der niederländischen Version einer Seite sucht, wäre sehr enttäuscht, wenn er auf der englischen Version landen würde und umgekehrt. Aus diesem Grund sollten Sie niemals eine Sprache abwechselnd kanonisieren — auch wenn der Inhalt für Nutzer sowie SEO-Content auf jeder Seite die gleichen Informationen vermittelt.

Verwenden Sie den "hreflang"-Tag für die Internationalisierung

Wie können Sie Suchmaschinen mitteilen, dass zwei Seiten alternative Sprachversionen desselben Inhalts darstellen, wenn Sie dazu keine Kanonisierung verwenden können?

Hier kommen die "hreflang"-Tags ins Spiel. Denn diese teilen Suchmaschinen mit, dass zwei oder mehr Seiten alternativ sind. Es existieren dabei drei Möglichkeiten, "hreflang"-Tags zu implementieren:

1. HTML-Tags

Die Implementierung von "hreflang"-Tags mittels eines HTML-Tags erfolgt im Abschnitt <head>, durch den folgenden Code:

<head>

<title>Name der Seite</title>

<link rel="alternate" hreflang="en"

href="https://beispiel.com/seite1/englische-url" />

<link rel="alternate" hreflang="es"

href="https:// beispiel.com/ seite1/spanische-url" />

<link rel="alternate" hreflang="it"

href="https:// beispiel.com/ seite1/italienische-url" />

</head>

Der „hreflang="en""-Tag teilt Suchmaschinen mit, dass die hierbei zugehörige URL, die englische Alternativversion der Seite ist. Jeder Stellvertreter eines Landes resp. einer Sprache, sollte alle anderen Stellvertreter auflisten, einschliesslich sich selbst.

2. HTTP-Header

Alternativ zur HTML-Implementierung kann Ihr Server einen HTTP Link Header senden. Die Syntax sieht wie folgt aus:

Link: <https://beispiel.com/seite1/englische-url>; rel="alternate"; hreflang="en",

<https:// beispiel.com/ seite1/spanische-url>; rel="alternate"; hreflang="es",

<https:// beispiel.com/ seite1/italienische-url>; rel="alternate"; hreflang="it"

Die Regeln für ihre Verwendung sind ansonsten die gleichen.

3. Sitemap

Schliesslich können Sie Ihre XML-Sitemap verwenden, um Alternativen für jede URL festzulegen. Die Syntax dafür ist wie folgt:


<url>

<loc>https://beispiel.com/ seite1/englische-url</loc>

<xhtml:link

rel="alternate"

hreflang="es"

href="https:// beispiel.com/ seite1/spanische-url"/>

<xhtml:link

rel="alternate"

hreflang="it"

href="https:// beispiel.com/ seite1/italienische-url"/>

<xhtml:link

rel="alternate"

hreflang="en"

href="https:// beispiel.com/seite1/englische-url"/>

</url>

Beachten Sie hierbei, dass die englische Version der Seite sowohl im <loc>-Tag als auch als Alternative aufgeführt ist. Berücksichtigen Sie zudem, dass dieses Beispiel nicht vollständig ist. Denn für die Vollständigkeit der Syntax benötigen Sie auch separate <url>-Tags für die spanischen und italienischen Seiten, von denen jede die jeweils anderen alternativen Seiten enthalten sollte.

Verlassen Sie sich nicht auf das "lang"- Attribut oder die URL

Google verwendet ausdrücklich nicht das „lang"-Attribut, die URL oder etwas anderes im Code, um die Sprache der Seite zu bestimmen. Denn diese wird allein durch die Sprache des Contents bestimmt.

Dies bedeutet natürlich, dass Ihr Seiteninhalt in der richtigen Sprache sein sollte. Zudem ist es wichtig, dass der Hauptinhalt, die Navigation und die ergänzenden SEO-Inhalte alle in derselben Sprache verfasst sind.
Sofern Ihre Website eine automatische Übersetzung anbietet, sollten Sie sicher gehen, dass dieser Inhalt nicht indizierbar ist.

Erlauben Sie Benutzern, die Sprache zu wechseln

Internationale Unternehmen sollten Benutzern die Möglichkeit bieten, die Sprache wechseln zu können. Dies ist im Normalfall über die Hauptnavigation möglich.

Zwingen Sie den Benutzer nicht dazu, eine bestimmte Sprachversion der Seite nur basierend auf Ihrem individuellen Standort zu verwenden.

Erstellen Sie keine doppelten Inhalte in mehreren Sprachen

Sie sollten keine alternativen Sprachversionen von einer Seite zur anderen kanonisieren. Doch wenn Sie alternative URLs für Seiten verwenden, deren Sprache und Inhalt nicht identisch sind, sollten Sie den kanonischen Tag verwenden.

Wenn beispielsweise die amerikanische und die britische Version einer Seite identisch sind, sollte man diese konsequent kanonisieren. Nutzen Sie „hreflang"-Tags hierfür wie oben beschrieben, um diese als Alternativen mit der gleichen Sprache, jedoch für verschiedene Standorte aufzulisten.

Alle Zielgruppen sollten Ihre Seite problemlos nutzen können

Verwenden Sie diese Richtlinien, um sicherzustellen, dass all Ihre Zielgruppen Ihre Seiten in den Suchergebnissen finden und unabhängig davon, wo sie sich befinden oder welche Sprache sie sprechen, nutzen können. Ihre SEO-Bemühungen werden sich bezahlt machen und eine optimale Nutzererfahrung gewährleisten!